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Sicherheit im Internet

Bei der Nutzung von Internet sollte man stets an die Sicherheit des Kindes denken.
Bei der Nutzung von Internet sollte man stets an die Sicherheit des Kindes denken.

Was kann ich tun, damit Fotos nicht im weltweiten Netz landen oder wenn ich Hassnachrichten bekomme? An wenn kann ich mich bei Cybermobbing wenden?

Die digitale Welt übt eine riesengroße Faszination auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus. Sie kann aber auch gefährlich werden, wenn man ahnungslos Fotos oder Textnachrichten verschickt. Die Folgen werden oft unterschätzt. Lesen Sie über die möglichen Gefahren und die Möglichkeit, im Netz sicher zu bleiben.

So unterstützen Sie Ihre Tochter/Ihren Sohn bei der Internetnutzung

Der Computer sollte in einem Raum aufgestellt werden, der von der ganzen Familie genutzt wird. Gespräche über das Internet und seine Verwendung ergeben sich schnell, wenn der Computer zum Beispiel im Wohnzimmer steht.

An dem Computer, an dem Sie arbeiten und einen Internetzugang zu Ihrer Bank haben (Online Banking), sollte nicht gespielt werden. Durch das Herunterladen von Spielen können Viren eingeschleppt werden, die Hackern Zugang zu ihren Bankdaten ermöglichen können. Wenn möglich, sollte getrennt werden: Ein Computer für die Arbeit und das Online-Banking, ein zweiter für Spiele und Freizeitbeschäftigungen.

Entdecken Sie das Internet gemeinsam mit Ihrem Kind. 

Sie können mit Ihrem Kind interessante Webseiten suchen, die seinem Alter entsprechen und diese zusammen erforschen. Die gemeinsamen Erfahrungen erleichtern es in Zukunft, positive und negative Erlebnisse bei der Internetnutzung zu besprechen. So erfahren Sie auch, was Ihr Kind gerne im Internet macht: Informationen für die Schule suchen, spielen, chatten usw. Es empfiehlt sich die Einrichtung einer gemeinsam ausgewählten Startseite sowie die Speicherung von bevorzugten Seiten als Favoriten.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind klare Regeln für die Internetnutzung. 

Diese beinhalten beispielsweise die Weitergabe persönlicher Daten und Fotos, das Verhalten gegenüber anderen NutzerInnen, die Zeit, die am Computer verbracht werden darf, usw.

Diskutieren Sie mit Ihrer Tochter/Ihrem Sohn die Glaubwürdigkeit von Inhalten im Internet.

Wie kann die Richtigkeit von Inhalten überprüft werden? Vielleicht durch Vergleiche mit anderen Quellen, durch den Zugriff auf Seiten von seriösen AnbieterInnen, durch die Überprüfung der Aktualität der Inhalte …

Sprechen Sie über Chancen und Gefahren des Internets. 

Sprechen Sie gemeinsam über die interessanten Dinge, die mit dem Internet und in sozialen Netzwerken möglich sind, aber auch über die Probleme und Gefahren, die beim Surfen auftreten können und darüber, dass Ihr Kind sich an Sie wenden soll, wenn es sich im Web unbehaglich fühlt. Belästigungen und Hassnachrichten kommen relativ häufig vor. Auch das Cybermobbing oder Cyberbullying, das Mobbing, das systematische Beleidigen, Bedrohen und Bloßstellen im Internet von Kindern und Jugendlichen kommt immer wieder vor.

Ermutigen Sie Ihr Kind zu guten Umgangsformen (Netiquette) auch im Internet. 

Was im realen Leben erlaubt ist, ist auch im Internet erlaubt. Was im realen Leben verboten ist, ist auch im Internet verboten. So ist es zum Beispiel nicht erlaubt, Fotos von LehrerInnen im Unterricht oder von FreundInnen ohne deren Wissen ins Internet zu stellen. Bei einer Anzeige kann es sein, dass hohe Geldstrafen gezahlt werden müssen. Auch andere zu bedrohen kann teuer werden – und die Eltern müssen zahlen.

Bei Umgang mit kritischen Inhalten. 

Stößt Ihr Kind auf ungeeignete Inhalte, so nehmen Sie dies zum Anlass, um diesbezügliche Regeln zu vereinbaren. Kinderpornografische und fremdenfeindliche Inhalte sind zum Beispiel auch im Internet verboten. Diese sollten der Polizei für Post- und Kommunikationswesen Bozen gemeldet werden, dadurch trägt man dazu bei, Täter und Täterinnen ausfindig zu machen und andere Kinder vor Übergriffen zu schützen.

  • Polizei für Post- und Kommunikationswesen Bozen oder
  • Emergenza Infanzia: die Rufnummer 114 wählen!

Im Internet kann man viele neue Menschen kennenlernen. 

Sollte Ihr Kind von Online-Bekanntschaften zu einem Treffen aufgefordert werden, besprechen Sie mit ihm, dass auf jeden Fall eine vertraute erwachsene Person dabei sein soll. So können unangenehme Überraschungen in der realen Welt verhindert werden.

Online-Spiele bergen einige Gefahren.

Die Jugendlichen verbringen häufig viel Zeit damit, es besteht Suchtgefahr und einige Spiele können zu gewalttätigem Verhalten anregen. Außerdem ist es bei einigen Spielen so üblich, dass man, um im Spiel weiterzukommen, etwas bezahlen muss. Das kann sich summieren.

Große Vorsicht ist beim Kauf von Waren über das Internet geboten.

Es braucht oft nur einen Klick, und der Kauf ist getätigt. Sind die Jugendlichen noch nicht volljährig, müssen die Eltern unter Umständen zahlen.

Auch sollten Jugendliche gut überlegen, welche Informationen sie ins Internet stellen. 

Was einmal online war, entzieht sich bald der eigenen Kontrolle und kann nur selten wieder restlos entfernt werden. Dies kann später zu Nachteilen führen: So sehen zum Beispiel viele ArbeitgeberInnen nach, wie sich jemand im Internet präsentiert, bevor sie ihn/sie anstellen.

Vorbild sein. Kinder und Jugendliche lernen von Vorbildern. 

Das sind zum einen die Eltern und zunehmend auch KlassenkameradInnen und FreundInnen.

Kinder haben Rechte am eigenen Bild

Mit Medien wie TV, DVD-Player, Tablet oder auch Smartphone können Babys noch nichts anfangen. Geben Sie Ihrem Kind direkte Zuwendung, sprechen und spielen Sie mit ihm. Hinterfragen Sie deshalb Ihren eigenen Umgang mit den Medien. Ihre Haltung und Ihre Nutzungsgewohnheiten haben Einfluss auf das Verhalten Ihres Kindes. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und achten Sie auf medienfreie Zeiten in der Familie und mit Ihren Kindern.

Kinder haben ein Recht am eigenen Bild. Grundsätzlich sollte mit Kinderfotos im öffentlichen Raum sehr sparsam umgegangen werden. Vor allem dann, wenn sich diese Bilder nachteilig auf das Kind auswirken können wie z.B. Nacktfotos, Urlaubsbilder, peinliche Videos. Solche Postings bleiben für immer im Internet, man weiß nicht was Andere mit diesen gut gemeinten Schnappschüssen machen, zu welchem Zeitpunkt im Leben Ihrer Kinder diese wieder auftauchen oder auf welchen Webseiten die Bilder landen. 

Seien Sie sensibel und bewerten Sie sorgfältig, welche Bilder Sie von Ihren Kindern online posten. Überprüfen Sie ob die Privatsphäre-Einstellungen in den sozialen Medien so angelegt sind, dass nur Freunde und Personen, die Sie persönlich kennen, Zugriff auf ihr Profil haben. Die Entscheidung, Fotos von Kindern in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch des Respekts gegenüber der Privatsphäre ihrer Kinder. Diese haben ebenso ein Recht am eigenen Bild! Wie begeistert wird ihr Kind sein, wenn es später Baby- oder Kinderfotos von sich im Internet wiederfindet?

Videotipp für Kinder

Letzte Aktualisierung: 17/11/2025