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Kleinkindbetreuung in Südtirol

In Südtirol stehen verschiedene Betreuungsangebote zur Verfügung, in denen Kleinkinder bereits vor dem Kindergarteneintritt begleitet werden.
In Südtirol stehen verschiedene Betreuungsangebote zur Verfügung, in denen Kleinkinder bereits vor dem Kindergarteneintritt begleitet werden.

Eltern brauchen angesichts des gesellschaftlichen Wandels immer mehr Unterstützung bei der Betreuung ihrer Kinder. Für viele Familien ist dies eine große Herausforderung. Deshalb fördert das Land über die Familienagentur Kinderbetreuungsangebote, die es beiden Elternteilen ermöglichen, berufstätig zu sein.

Eine gute und verlässliche Kinderbetreuung ist zentral dafür, dass Familien entlastet werden und die Bedürfnisse von Kindern und Eltern im Gleichgewicht bleiben. Gerade in Zeiten der Kleinfamilie ist es wichtig, dass Kinder auch außerhalb ihres Zuhauses soziale Erfahrungen sammeln können.

Darum unterstützt die Familienagentur in Südtirol Angebote der Kleinkindbetreuung, die den Qualitätskriterien des Landes entsprechen. Ansprechpartner für verfügbare Betreuungsmöglichkeiten vor Ort ist die jeweilige Wohngemeinde, die alle Angebote koordiniert. Zusätzlich werden Spielgruppen, Krabbelgruppen und Eltern-Kind-Zentren gefördert. 

Voraussetzung

Kinder zwischen drei Monaten und dem vollendeten 4. Lebensjahres, die noch nicht den Kindergarten besuchen, haben Zugang zu den Betreuungsdiensten.

Betreuungszeiten

Die Anwesenheitszeiten sind je nach Dienst unterschiedlich geregelt. Aus pädagogischen Gründen ist jedoch ein Mindestumfang ein Minimum von 12 Stunden pro Woche vorgesehen. Darüber hinaus können Familien in Kindertagesstätten und bei Tagesmüttern die Betreuungszeiten flexibel an ihre Bedürfnisse anpassen.

Betreuungszeiten nach Dienst:

  • Kindertagesstätte (Kita) und Tagesmutter/Tagesvater: mindestens 12 Stunden pro Woche; die genaue Betreuungszeit kann individuell an die familiären Bedürfnisse angepasst werden;
  • Kinderhort: mindestens 20 Stunden pro Woche an 5 Wochentagen. 

Arten der Kleinkindbetreuung  

In ganz Südtirol stehen heute verschiedene sozialpädagogische Betreuungsangebote zur Verfügung, in denen Kleinkinder bereits vor dem Kindergarteneintritt in ihrer Entwicklung begleitet werden. Dabei wird auf altersgerechte Gruppengrößen und eine passende Betreuungsintensität geachtet. 

Wo Kleinkinder am besten betreut sind, während die Eltern arbeiten, entscheidet jede Familie selbst - je nach ihren Bedürfnissen, Möglichkeiten und dem Wohl des Kindes.

Nach den Qualitätskriterien des Landes gilt in allen Kleinkinderbetreuungsstrukturen ein Personalschlüssel von 1:5: eine Betreuungsperson für fünf anwesende Kinder arbeiten. 

  • Kinderhorte: maximal 15 Kinder pro Sektion, betreut von 3 Fachkräften (insgesamt höchstens 60 Plätze pro Kinderhort)
  • Kindertagesstätten: höchstens 30 Kinder, aufgeteilt in zwei Gruppen zu je 15 Kindern, jeweils mit 3 Betreuerinnen in zwei Gruppenräumen
  • Betreuungsplätze in Betriebs-Kindertagesstätten
  • Tagesmütter/Tagesväter: Betreuung von höchstens 5 Kinder zeitgleich.

Kosten

Die Kosten hängen von mehreren Faktoren ab:

  • der Art des Betreuungsdienstes,
  • der Anzahl der betreuten Stunden, 
  • der wirtschaftlichen Situation der Familie.

Für die Betreuung in Kindertagesstätten (ausgenommen betriebliche Betreuungsplätze), bei Tagesmüttern/Tagesvätern sowie in Kinderhorten können Familien eine Tarifermäßigung beantragen.

Der Bonus asilo nido (Kita-Bonus) ist ein staatlicher finanzieller Beitrag für Familien mit Kindern bis zu drei Jahren. Er unterstützt Eltern bei den Kosten für die Betreuung in:

  • Kindertagesstätten (Kitas)
  • Kinderhorten
  • Tagesmüttern/Tagesvätern.

Voraussetzung ist, dass das Kind in einer von der Familienagentur akkreditierten oder autorisierten Betreuungsstruktur untergebracht ist.

Bei schwerer chronischer Krankheit des Kindes kann der Bonus auch für die Betreuung zu Hause gewährt werden.

Höhe des Beitrags

Für Familien mit einem ISEE unter 40.000 Euro beträgt der Bonus 3.600 Euro pro Jahr. Er wird auch dann ausbezahlt, wenn bereits weitere Kinder in der Familie leben.

Informationen

Antragstellung

Informationen

Informationen zu den verschiedenen Anbietern von Kleinkindbetreuungsdiensten und zu verfügbaren Betreuungsplätzen erhalten Familien:

Es ist sinnvoll, sich frühzeitig um einen Betreuungsplatz zu kümmern. 

Für Kinderhorte gelten Einschreibefristen, die von der jeweiligen Gemeinde festgelegt werden. Wenn noch Plätze frei sind, ist eine Anmeldung auch außerhalb dieser Fristen möglich. In Kindertagesstätten und bei Tagesmüttern/Tagesvätern ist eine Einschreibung hingegen das ganze Jahr über möglich.

Die Gemeinde informiert außerdem darüber, ob es vor Ort Spielgruppen, Krabbelgruppen oder ein Eltern-Kind-Zentrum gibt.

Weitere Informationen

Letzte Aktualisierung: 30/07/2026